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Grossprojekte: STOP THE STOPPERS

STOP THE STOP­PERS - dies ist nicht der Name einer bekann­ten Pop-Band, son­dern mein Auf­ruf an alle, die reflex­ar­tig bei allem Neuen STOP rufen.

So hören wir zur Zeit aus vie­len Ecken STOP AGGLO­LAC, STOP WES­TAST, STOP NEU­OR­GA­NI­SA­TION ORTS­DURCH­FAHRT NIDAU etc. Nicht dass ich Wes­tast und Co. kom­men­tar­los und ohne Vor­be­halte durch­win­ken will. Doch mich stört die fun­da­men­tale Ableh­nung vie­ler Zeit­ge­nos­sen und Mit­bür­ge­rIn­nen gegen­über Gross­pro­jek­ten, die seit Jah­ren oder gar Jahr­zehn­ten auf eine Rea­li­sie­rung war­ten.

Bei all die­sen Pro­jek­ten wurde zwar, wie es sich in unse­rer Demo­kra­tie gehört, die Bevöl­ke­rung zur Mit­spra­che, ja zur Mit­wir­kung ein­ge­la­den. Und von die­sem Recht mach­ten auch viele Gebrauch, indem sie ihre Ideen, Lösungs­an­sätze und Wün­sche, aber auch ihre Kri­tik, Vor­be­halte und Beden­ken ein­brach­ten. Nun hat aber jedes Mit­wir­kungs­ver­fah­ren den Nach­teil, dass sobald das über­ar­bei­tete Pro­jekt vor­ge­legt wird, die Teil­neh­men­den es daran mes­sen, ob die eige­nen Ein­ga­ben darin berück­sich­tigt wor­den sind. Ist dies nicht der Fall, wird dann oft das ganze Pro­jekt abge­lehnt mit der Begrün­dung, man habe doch deut­lich gesagt, dass die­ser oder jener Punkt nicht oder eben erst recht ins über­ar­bei­tete Pro­jekt gehöre.

Was vie­len von uns heute man­gelt ist die Ein­sicht, dass Gross­pro­jekte nur als Kom­pro­miss rea­li­siert wer­den kön­nen, und dass es zwi­schen resi­gnie­ren­der Gleich­gül­tig­keit und fun­da­men­ta­ler Oppo­si­tion auch den Weg des Aufeinander-Zugehens gibt. Das wün­sche ich mir und uns allen.

Paul Blösch-Althaus, Stadt­rat