News

Würdige Jubiläumsfeier der EVP Nidau im Spritzenhaus

Die EVP Nidau fei­ert die­ses Jahr ihr 40-jähriges Beste­hen. Die EVP ver­steht sich seit ihrer Grün­dung als Alter­na­tive zu den gros­sen poli­ti­schen Blö­cken und als Brü­cken­baue­rin. Seit 1981 ist die Par­tei mit min­des­tens zwei Sit­zen im Nidauer Stadt­rat ver­tre­ten. Zwei­mal schaffte sie den Ein­zug in den Gemein­de­rat. An der Jubi­lä­ums­feier vom 22. Juni 2019 im Nidauer Sprit­zen­haus nah­men eben­falls drei Grün­dungs­mit­glie­der von 1979 sowie Stadt­prä­si­den­tin San­dra Hess (FDP) und EVP-Kantonalpräsidentin Chris­tine Schnegg teil.

In ihrem Gruss­wort wies die Nidauer Stadt­prä­si­den­tin San­dra Hess auf die ver­mit­telnde Rolle der EVP in der Poli­tik hin. Diese sei keine Par­tei der lau­ten Töne, son­dern sie zeichne durch ihre Sach­po­li­tik über die Par­tei­gren­zen hin­weg aus. Ein­drück­lich sei, dass es der EVP bei Wah­len immer wie­der gelinge, mit vol­len Lis­ten sowie vie­len jun­gen Kan­di­die­ren­den anzu­tre­ten. EVP-Kantonalpräsidentin Chris­tine Schnegg dankte der Nidauer Sek­tion für ihre wert­volle und erfolg­rei­che Arbeit in den letz­ten 40 Jah­ren. Die Kan­to­nal­par­tei lebe von enga­gier­ten Orts­par­teien und Mit­glie­dern an der Basis.

Die Grün­dung der EVP Nidau fand am 8. Novem­ber 1979 im Tea Room Pos­til­lon statt. In den 1970er Jah­ren war die Poli­tik in der Stadt Nidau vor allem geprägt von den bür­ger­li­chen Par­teien (FDP, PRR und SVP) sowie von den Sozi­al­de­mo­kra­ten. Mit der Grün­dung der EVP erhiel­ten christ­lich gesinnte Nidauer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die sich nicht mit den beste­hen­den Par­teien iden­ti­fi­zie­ren konn­ten, eine poli­ti­sche Alter­na­tive. Die EVP ver­stand sich von Beginn weg als Brü­cken­baue­rin zwi­schen den gros­sen poli­ti­schen Blö­cken. Sie hatte keine Berüh­rungs­ängste und suchte stets auch die Zusam­men­ar­beit mit den ande­ren Par­teien. Von 1982-1989 hatte die EVP eine Frak­ti­ons­ge­mein­schaft mit der CVP, von 1994 bis 2001 mit der SVP und seit 2006 mit den Grü­nen.

«Dass sich eine Klein­par­tei wie die EVP 40 Jahre in der Orts­po­li­tik hal­ten kann, ist kei­nes­wegs eine Selbst­ver­ständ­lich­keit», betonte der Nidauer EVP-Parteipräsident Phil­ippe Mes­serli in sei­ner Begrüs­sungs­rede zu Beginn der Feier. Ein wich­ti­ger Erfolgs­fak­tor sei dabei das «E wie Evan­ge­lisch», das die Par­tei im Namen trage. Gerade weil die EVP als Volks­par­tei unter ihren Mit­glie­dern ein wei­tes poli­ti­sches Spek­trum auf­weise, sei diese gemein­same Basis im Evan­ge­lium sehr wich­tig für den par­tei­in­ter­nen Zusam­men­halt. Zudem konnte die Nidauer EVP in den letz­ten 40 Jah­ren immer auf eine treue Wäh­ler­schaft zäh­len. Die Wäh­len­den­an­teile bei den Stadt­rats­wah­len blie­ben kon­stant und beweg­ten sich jeweils zwi­schen 6.3 und 8.6 Pro­zent. Seit 1981 ist die EVP immer mit min­des­tens zwei Sit­zen im Nidauer Stadt­rat ver­tre­ten. Diese Kon­stanz auf rela­tiv tie­fem Niveau hat gemäss Par­tei­prä­si­dent Phil­ippe Mes­serli auch seine Vor­teile: Die EVP mache zwar keine gros­sen Sprünge, falle dafür aber nicht so tief wie andere Par­teien.

Auf­grund der knap­pen Mehr­heits­ver­hält­nisse im Stadt­rat spielte die EVP immer wie­der das Züng­lein an der Waage, ohne dabei Macht­spiele zu trei­ben. Für EVP-Parteipräsident Phil­ippe Mes­serli stellt dies eine beson­dere Ermu­ti­gung dar. Es zeige, dass man auch als kleine Par­tei etwas bewe­gen und Akzente set­zen könne. Zwei­mal war die Nidauer EVP mit Volks­in­itia­ti­ven erfolg­reich. Die Initia­tive «Stimme der Jugend – Für die Ein­füh­rung einer Jugend­mo­tion» wurde 2006 in der Volks­ab­stim­mung mit einer Mehr­heit von 74,4% ange­nom­men. Die Initia­tive für ein nach­hal­ti­ges Nidau, die die EVP zusam­men mit den Grü­nen lan­ciert hatte, erreichte 2012 einen Ja-Stimmenanteil von knapp 71% in der Volks­ab­stim­mung.

Wei­tere Aus­künfte:
Phil­ippe Mes­serli, Prä­si­dent EVP Nidau, 076 588 63 36